„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten“ (Helmut Kohl)
Wir haben in der Senftenberger Region eine ganze Menge unverarbeiteter Geschichte. Im Bürgersalon wollen wir dazu beitragen die alten Geschichte(n) zu würdigen und einen moderierten Ausblick auf das aktive Neue geben.
Das Leben in der Lausitz erlebt einen rasanten Wandel: teils dramatisch, teils glückbringend. Die Wirtschaft hat sich drastisch verändert, schreit nach neuen ökologischen und ökonomischen Taten. Auch die Lausitzer Gesellschaft hat sich verändert. Am auffallendsten sind Generationsunterschiede und auch ein Zuwachs durch Migration.
Nach wie vor prägt uns unsere Vergangenheit, auch die Wunden, die dort entstanden sind. Unsere Zukunft braucht unsere volle gesunde, mentale und psychische Aktivität.
Alles ist erlebbar, wir sind frei, wir haben Demokratie. Warum funktioniert das dennoch manchmal nicht gut?
Wo ist im Menschen das unverarbeitete Erlebte, das sie bei ihrer gesellschaftlichen Aktivität gefangen hält?
Was wissen die Menschen von der Lausitz, von den Sorben, Zugewanderten, von globaler Welt, von lokaler Realität, Ziele, Chancen und von den eigenen Ressourcen und von Leuten, die Positionen haben, das Leben in der Lausitz mit zusteuern?
Wir möchten den Strukturwandel aktiv mitgestalten und erlebbar machen, indem wir einladen zu den Senftenberger Bürgersalons.
Gesprächsrunden, die die alten Wunden sehen, akzeptieren und das Gespräch darüber fördern und zulassen – und gleichzeitig einen kraftvollen Ausblick auf unsere Zukunft bieten.
Wir haben das Projekt initiiert, weil wir ein weltoffenes, tolerantes und konstruktives Miteinander in der Region unterstützen wollen.
Wir laden ein: Deutsche, Nichtdeutsche, Berühmte, Nicht-Berühmte zum strukturierten Erzählen, ein Moderator stellt Fragen und lässt Raum für Geschichten. Im Salon ist Platz zum Zuhören, vertrauten Plaudern und auch für die Akzeptanz der eigenen Geschichte – auch im Vergleich zu den Geschichten, die z. B. Migrantinnen erzählen.
Wir bedanken uns für die Förderung bei der Wirtschaftsregion Lausitz.
Wie sieht es aus in der kommunalen Politik? Was ist in Senftenberg seit der Wende geschehen und war wird noch geschehen? Wie profitiert oder leidet die Stadt am Strukturwandel? Ein Gespräch über Stadtentwicklung. Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.
Wie kommen Entscheidungen auf Landesebene zustande – und wie vertrauensvoll ist die Politik? Gerade im Wandel.
Wie sieht es aus mit dem Sport in der Region? Wie baut man aus dem Nichts ein Fitnessstudio auf wo noch nie eines war? Jan Przybilski vom Vital Fitness kommt mit uns ins Gespräch über Sport, die Lausitz, den Strukturwandel und bringt uns in Bewegung.
Herr Schwarz war über Jahrzehnte Pfarrer der Senftenberger Gemeinde und hat die Wandlungen alle mit begleitet. Die Frage des Tages: Und was ist mit der Religion? Und wofür haben wir zu danken. Herr Schwarz wird ein multikulturelles kleines Erntedankfest durchführen und wir werden darüber nachdenken, wofür wir dankbar sein können und wollen.
Züblin ist ein großes Unternehmen in Hosena, einem Ortsteil von Senftenberg. Wie sieht es aus mit der Mitarbeitersuche, was können Migranten tun, um hier mitzuarbeiten? Welche Wechsel hat die Wirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten im Strukturwandel mitgemacht und wie kann es weitergehen. Wir freuen uns auf Herrn Eckert von der Züblin Stahlbau GmbH
Arbeit heute? Arbeit früher. Karlheinz Treitschke hat sein gesamtes berufliches Leben in einer (!) Firma zugebracht. Beim Bergbau und nach der Wende bei der Bergbausanierung. Er sagt von sich, dass er ein „Glückskind“ sei, weil beruflich immer alles in Butter war. Ist das ein fernes Ideal? Ein Glückskind zu sein? Oder sollte es normal sein. Der Bergbau-Fachmann wird mit uns auch darüber sprechen, dass in der Lausitz kaum ein Sandkrümel auf dem anderen geblieben ist. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion und den Gedankenaustausch.
Im Rahmen des Offenen Senftenbergs sprechen wir über alte Urlaubserinnerungen. Der Ausflug an den Balaton war eine wichtiger Traum. Und jetzt: Leben wir selbst an einem See. Wir öffnen eine Ausstellung mit Handarbeitskunst aus Ungarn und zeigen einen ungarischen Film.
Bildung. Oft wird geklagt, das heute keine Bildung mehr da ist. Wie war es früher? Was wünschen wir uns heute? Renate Hensel ist Lehrerin gewesen und heute im Unruhestand. Sie berichtet davon, dass zu allen Zeiten Bildung von Menschen für Menschen gemacht wird. Kommen Sie mit uns ins Gespräch.
Ostern steht vor der Tür. Warum gibt es in Ungarn eigentlich fast nur rot gefärbte Ostereier? Welche Bräuche gibt es in der Lausitz und was hat sich verändert? Landrat Siegurd Heinze ist zu Gast in diesem Bürgersalon und wird mit uns und Ihnen ins Gespräch kommen. Sie sind alle herzlich eingeladen, mitzusprechen, beizutragen, in Erinnerungen zu schwelgen und gemeinsam in die Zukunft zu blicken.
War früher wirklich alles besser? Der 2. Senftenberger Erzählsalon findet statt und zu Gast ist Märchenerzählerin Monika Auer.
Es geht darum, dass die alten Geschichten erzählt werden wollen. Und auch im Märchen nicht immer alles happy paletti ist.
Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Wie gehts weiter mit der medizinischen Versorgung? War es früher besser? Geschichten rund ums Gesundwerden früher und heute hat der Arzt Dr. Karich mitgebracht. Der 1. Senftenberger Erzählsalon findet statt.
Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Wie kann konstruktives und förderndes Miteinander in einer gelebten Erinnerungskultur stattfinden? Wir stellen das Format des Senftenberger Bürgersalons vor und entwickeln mit den Teilnehmern weitere Ideen für die Senftenberger Bürgersalons.
Die Bürgersalons finden statt im Vereinshaus
Unsere Welt, eine Welt e.V.
Kirchplatz 18
01968 Senftenberg
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Seien Sie dabei, erzählen Sie mit. Lassen Sie uns gemeinsam in die Zukunft schauen.
Sie erreichen uns im Vereinshaus, Kirchplatz 18 in Senftenberg sowie telefonisch unter 03573 795940. Ebenso unter der Mail: unserewelt_einewelt@web.de